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 | Auvisio Mediabox ZC-HV0102 |
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Wie damals oft im Internet zu lesen war, das 20-seitige Handbuch der Auvisio Mediabox war keine Bedienungsanleitung. Der Einbau der Festplatte wurde mit 8 Bildchen auf 2 Seiten gezeigt, was dafür noch ausreichend war. Die Ansichten der Anschlüsse und der Fernbedienung boten keine weiteren Informationen zur Bedienung.
Wer eine umfangreiche CD-Sammlung (mehr als 1000 CDs) besaß, konnte diese mit 256 Bit - oder höher - ins mp3-Format bringen und locker auf einer 250 GB Festplatte ablegen. Mit einem zielsicheren Griff in das sortierte Regal war das gewünschte Musikstück jedoch schneller im gewöhnlichen CD-Player eingelegt und ausgewählt, als es über das Bedienmenü der Mediabox realisierbar gewesen wäre. Die Fernbedienung bot keine Erleichterung. Das sogenannte "Komfort-Display" war nur bei Dunkelheit erkennbar, wenn es denn mal startete. ID3-Tags und Albumtitel? Fehlanzeige. Das LCD-Display konnte nicht mal den Dateinamen scrollen. Eine bequeme Bedienung war nicht erkennbar.
Die Intuition der Anwender wurde bei diesem Gerät überdurchschnittlich gefordert, sowohl bei der Inbetriebnahme als auch bei der Suche nach den möglichen Funktionen. Die akuten Probleme, die schon vor dem Setup auftauchten, blieben dem Einfallsreichtum des jeweiligen Anwenders überlassen. Dieses Gerät war für Technik-Freaks geeignet, nicht für den Normalanwender.
Vielleicht kommen ja die Hersteller der ausgereiften consumer products wie Sony, Pioneer, Yamaha, Grundig, Sharp, Denon, Kenwood etc. noch darauf, dass man mit mp3-Playern Geld verdienen kann. Die CD-Player und CDs gehören doch schon der Vergangenheit an. Festplattensysteme und der Kauf von einzelnen Musiktiteln per Internet sind die Zukunft. Nur noch Musik, die man mag! Schade, dass für die Künstler unter den Musikern das Konzept aus der Hand genommen wird. Stattdessen wird es wohl eine neue Herausforderung werden.
Übrigens, einige Hersteller stellten damals sogenannte Music Server in den Verkauf, aktuell waren z.B.: Yamaha MCX-2000 für 1800 Euro mit CD-Brenner und UKW- und Internetradio-Radio, 160 GB Festplatte ohne die Möglichkeit zu wechseln bzw. zu erweitern, WLAN war möglich, aber kein Austausch von Dateien zwischen Server und Computer. Hermstedt Hifidelio Pro für 1100 Euro mit 160 GB Festplatte. Arcus DAR 300 für 1500 Euro mit 160 GB Festplatte, kein mp3-Format möglich, dafür eine zusätzliche Festplatte. Philips WACS 5 für 800 Euro mit 80 GB Festplatte und ohne Brenner, nur komprimierte Musik war möglich, max. 160 Bit.
Wenn die Auvisio Mediabox dann erst einmal lief - z.B. mit Firmware 1.26 - war die Freude groß. Hauptsächlich als mp3-Player eingesetzt, war der Klang über die HiFi-Anlage so, wie man es erwarten konnte oder erhofft hatte. Verglichen mit der CD-Wiedergabe ist meistens kein Unterschied wahrzunehmen, manchmal kratzte es aber doch sehr im Lautsprecher, was jedoch mehr am digitalen Algorhythmus des mp3-Formates gelegen hatte. Dann musste eben eine höhere Auflösung diesen Mangel ausgleichen.
Der damalige Kaufpreis der Box von 129 Euro war daher mehr als Anerkennung für die Idee zu sehen (plus 100 Euro für eine 250 GB Festplatte).
Ein kleiner Nachteil: die Geräuschentwicklung der Festplatte oder des kleinen Lüfters war kaum wahrnehmbar, aber nur außerhalb des Plastikgehäuses. Sobald der Lüfter eingebaut war, funktionierte das Gehäuse als optimaler Resonanzkörper und die Unwucht des Ventilators war im gesamten Raum gut wahrnehmbar. Man war ständig versucht, das Kabel zum Lüfter zu kappen, aber wenn die Musik Zimmerlautstärke besaß, war wieder die Welt in Ordnung.
Vorteil gegenüber dem PC: nach wenigen Sekunden war das Gerät einsatzbereit. Die Firmware arbeitete stabil. Der Einsatz im Auto auf langen Fahrten hatte sich bewährt: Wozu werden noch CD-Wechsler benötigt? Die Festplatten können eine mehrfache Kapazität bieten und sind schneller im Zugriff.
Ohne das unabhängige mediabox-forum hätte ich das Gerät schon längst wieder zu Pearl zurückgesandt. Ich konnte damals jedem nur empfehlen, das genannte Forum zu besuchen. Seit einiger Zeit ist das forum nicht mehr erreichbar oder nicht mehr öffentlich zugänglich. Schade, es war sehr informativ und nützlich.
25.06.2009
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Playlists erzeugen und abspielen
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m3u-Playlistdateien ließen sich einfach per Winamp erzeugen, mussten jedoch nachbearbeitet werden. Es war der absolute Pfad anzugeben, ausgehend vom Root-Verzeichnis. Format: \\Verzeichnis\Unterverzeichnis\Dateiname.mp3
Obwohl es anders im Forum berichtet wurde, ein Slash / wurde nicht erkannt. Relative Pfade konnte ich noch nicht erfolgreich einsetzen.
Auch wenn man mehrere m3u-Dateien gespeichert hatte, die Mediabox konnte sich nur eine Playlist "merken". Der Ablauf war immer derselbe, auch für den Wechsel zur nächsten Playlist:
1. mit den Cursortasten auf die gewünschte m3u-Datei wechseln 2. OK-Taste drücken 3. Cursortaste Hoch drücken, um zur Sortiereinstellung zu gelangen 4. solange die OK-Taste drücken, bis die Sortierung auf Zufall steht 5. Cursortaste Hoch drücken, um zur Auswahl Schließen zu gelangen 6. OK-Taste drücken 7. die Anzeige dann nicht beachten und die Taste Playlist der Fernbedienung drücken
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LCD-Display funktioniert nicht
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Viele Anwender kannten das Problem. Das LCD-Display zeigte nichts an.
Lösung beim Einschalten: Power on, Power off, Power on - ohne Wartezeiten. Und das LCD-Display zeigte den vertrauten Schriftzug Initializing und dann wenige Sekunden später das verhasste Hello, Divx. Das klappte jedes Mal.
Falls das Display niemals etwas anzeigte, konnte dies daran liegen, dass das sehr feine Verbindungskabel zwischen Platine und Anzeigenfeld locker war und keinen Kontakt hatte. Die Komponenten waren nicht hochwertig.
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Shuffle-Mode
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Mithilfe der m3u-Playlistdateien war sogar der Shuffle-Modus einsetzbar, da damit auch Unterverzeichnisse miteinbezogen wurden. Der Shuffle-Knopf auf der Fernbedienung schien nur eine Auswirkung zu haben, wenn man im Playlist-Menü darauf drückte.
Wer den Eindruck hatte, dass der Shuffle jeden Tag dieselbe Reihenfolge durchzog, konnte sich bestätigt fühlen. Dann war mit der Next-Taste manuelle Nachhilfe erforderlich. Oder, man drückte auf Stop und danach erneut auf Playlist. Dies ließ sich auch mehrfach hintereinander durchführen, das Gerät suchte sich doch tatsächlich ein anderes Stück aus.
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Fernseher zeigte kein Bild
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Wenn die Voreinstellung des Ausgangssignals gefunden war, dann wunderte man sich nicht mehr: das NTSC-Signal kann an einem PAL-Fernseher nicht dargestellt werden.
Doch wie kam man zu dem Menüpunkt, wenn der Fernseher kein Bild zeigte? Indem man einfach die restlichen Ausgänge durchprobierte. Der Kunde wurde zu diesem "Missbrauch" regelrecht gezwungen.
Steckte man das gelbe Videokabel in den Y-Ausgang, erschien auf dem Fernseher ein "verruschtes" Signal, aber noch erkennbar. Nach der Änderung des Ausgangssignals in den Video-Optionen auf PAL, konnte der Videostecker dann auf den dafür vorgesehenen Videoausgang umgesteckt werden. Es war dann ein scharfes und auch korrekt buntes Abbild des Setup-Menüs zu sehen.
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Firmware-Update wurde nicht erkannt
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Die eingebaute Version 1.18 mochte die jüngste Verbesserung nicht anerkennen: Version 1.26 wurde als ungültig bezeichnet. Die beigefügte pdf-Datei gab keinerlei Gründe dafür an. Gut, dass die Pearl-Update-Seite im Internet noch die vorherige Version 1.22 anbot.
Das Problem war der Dateiname. Im mediabox-forum wurde bisher die Lösung für die jeweilige Version verraten. Der Anbieter Pearl ließ seine Kunden damit im Stich.
Zum Schluss noch der Tipp: Das Gerät musste wirklich ausgeschaltet und wieder eingeschaltet werden, damit das firmup-Verzeichnis durchsucht wurde. Der automatische Reset, der nach dem Ziehen des USB-Kabels ausgeführt wurde, verhinderte anscheinend die Suche nach dem Ordner.
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Hardware
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