SQLse ist ein Macro-Interpreter, der beliebigen Text mit Hilfe von Variablen "formen" kann. Ein solcher Text könnte SQL von beliebiger Ausprägung sein, eine strukturierte Abfragesprache für Datenbanken (structured query language). DyQL (sprich DeiQL) ist eine Sprachsyntax, die mit Hilfe von Variablen diese Strukturierung auflöst und durch eine Segmentierung oder Modularisierung ersetzt.
In gewisser Weise wird eine vorhandene Sprache dann so sehr abstrahiert, dass die Sprache nur noch rudimentär zu erkennen ist. Es ist eine Vereinfachung der Sprachstruktur, um am Ende ein komplettes Konstrukt zusammenzufügen, damit eine Maschine (Datenbank) eine solche Anweisung verstehen und ausführen kann.
SQLse mit DyQL dient primär nicht zum Erlernen einer Abfragesprache, sondern zur Zerlegung der Syntaxstrukturen, die zur Vereinfachung, zum besseren Verständnis einer maximal komplexen Syntax führt und eine detailierte Dokumentation innerhalb des Codes ermöglicht.
Bild 1
Das Programm startet mit dem Editor (Bild 1) und zeigt den zuletzt bearbeiteten Reiter. Hinter jedem Reiter können ein oder mehrere SQL-Abfragen oder beliebig strukturierte Texte stehen, z.B. xml-Code.
SQL-Anweisungen können schnell unübersichtlich und unverständlich werden, wenn der Code allzu verschachtelt werden muss, um in eine ganzheitliche Darstellung zu passen. Mit Hilfe von SQLse unterteilt der Programmierer den Code in variable Segmente. Bei der Erstellung und Wartung von Abfragen ist somit die Konzentration auf ein spezielles Segment möglich geworden, ohne den Gesamtüberblick zu verlieren.
Bild 2
Das Editorfenster ist nach Ausführung einer SQL-Anweisung zweigeteilt (Bild 2). In der oberen Hälfte ist das Eingabefeld mit dem Quelltext sichtbar, in der unteren Hälfte der umgesetzte Code.
Die im Script enthaltenen Macroanweisungen werden zu einem komplettierten Text umgesetzt und sofort in die Zwischenablage (Clipboard) kopiert, damit der Anwender diesen Text in ein anderes Programm einfügen kann.